Florian Paul und die Kapelle der letzten Hoffnung sind mit dem Song ‚Manchmal fürcht’ ich mich‘ auf der Shortlist des Rio Reiser Songpreis 2021. Herzlichen Glückwunsch von uns!

Florian Paul, ursprünglich aus dem Ruhrgebiet, jetzt in München, hat dort bis vor kurzem Filmmusik studiert. 

Rund um die Münchner Musikhochschule hat er auch seine Band die „Kapelle der letzten Hoffnung“ kennen gelernt. Die Kapelle besteht aus: Flurin Mück (Schlagzeug), Susi Lotter (Bass), Giuliano Loli (Keys) und Nils Wrasse (Saxophon).

Da sie alle einen sehr unterschiedlichen musikalischen Background haben, bewegt sich der Sound irgendwo zwischen Rock, Jazz, Pop und Chanson. Zentral und bei aller stilistischen Bandbreite verbindend, sind dabei Florians deutschsprachige Texte. 

Im Jahr 2019 hat die Band das in Eigenregie produzierte und selbstfinanzierte Debütalbum „dazwischen“ veröffentlicht und war dann bis zum letzten Jahr auch live unterwegs. Besonders wichtig für die Band ist die langfristige Kooperation mit der „Bar jeder Vernunft“ in Berlin, wo sie ab 2020 regelmäßig ein festes Programm spielen sollten, was ab Herbst 2021 nachgeholt wird.

Drei von ihnen, Florian eingeschlossen, machen nebenher auch Filmmusik und sie alle verbindet generell eine große Liebe zum Film und zum Theater, was man in ihrer Musik hört und spürt. 

Seit 2019 ist die Kapelle Mitglied von „by.on“ einem Förderprogramm des vpby (Bayerischer Verband für Popkultur), in dessen Rahmen sich junge Bands und Künstler*innen kennen gelernt und gemeinsam einige musikalische Workshops besucht haben. 

Wir haben Florian unsere Shortlist-Fragen gestellt und hier sind seine Antworten:

Warum hast du dich beworben/ Was bedeutet dir Rio?

Florian Paul: Wie wahrscheinlich die meisten meiner Generation habe ich Rio und die Scherben hauptsächlich über die Platten meiner Eltern kennen und lieben gelernt. Die anarchische Kraft und die raue Schönheit die in dieser Musik steckt hat mich schon ganz früh fasziniert. „Der Traum ist aus“ war eines der ersten Lieder die ich auf meiner schrammeligen Lagerfeuer Gitarre spielen konnte. Was deutschsprachiges Texten angeht ist Rio für mich definitiv ein Vorbild, vor allem aber, ist er es in der hohen und schwer zu ergründenden Kunst Musik zu schreiben die irgendwie „zeitlos“ ist und auch nach Jahrzehnten noch immer enorme Aktualität und Relevanz besitzt.

Daher war es für mich keine Frage mich unbedingt für den „Rio Reiser Preis“ zu bewerben, als ich davon hörte. Außerdem reizt es mich als Ruhrgebietskind natürlich sehr ein Konzert in der Lindenbrauerei in Unna zu spielen, da ich diese Location unter anderem von der „Extraschicht“, ganz gut kenne und sehr mag und ich mich natürlich total freuen würde ein Konzert in meiner alten Heimat zu spielen.

Was sind deine Pläne?

Florian Paul: Bereits seit vergangenem Jahr arbeiten wir kontinuierlich an unserem zweiten Studioalbum mit dem Titel „Auf Sand gebaut“. Da es für uns als Band ohne großes Plattenlabel immer eine große Aufgabe ist so ein Projekt zu finanzieren, sind wir sehr froh mit einer Förderung von der Initiative Musik unterstützt zu werden und konnten so bereits ein paar Tage ins Studio gehen und einige Instrumentals für neue Songs aufnehmen. Durch Corona verzögert sich das nun alles ein wenig, doch wir hoffen die ersten Singles im Laufe des Sommers veröffentlichen zu können und planen das gesamte Album Anfang nächsten Jahres endgültig zu releasen. Zudem arbeiten wir grade das erste mal alle gemeinsam als Band an einer Filmmusik für einen Dokumentarfilm der Münchner Filmhochschule. Der Film spielt in den Siebzigerjahren und es kommt inhaltlich auch „Ton Steine Scherben“ vor, weshalb wir, als Teil dieser Filmmusik, grade Coverversionen von „Schritt für Schritt ins Paradies“ und „Der Traum ist aus“ erarbeiten. (Ich schwöre hoch und heilig, dass das ein Zufall ist und nichts mit dem Preis zu tun hat!). Wir hoffen dieses Projekt bis zum Sommer erfolgreich abzuschließen und dann sehen wir mal weiter, wie sehr sich vielleicht schon vieles zum besseren verändert hat und man hoffentlich sogar wieder Konzerte spielen kann… 

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